Folge 6: Rudolf Pleil - Ein Ende im Nebel

Shownotes

Staffelfinale auf 65 Metern Höhe: Vom Harzturm in Torfhaus blicken wir ein letztes Mal auf die Geschichte von Rudolf Pleil und auf das, was nach dem Urteil von 1950 passiert. Denn hinter den Mauern der JVA Celle beginnt ein weiteres verstörendes Kapitel: Pleil forscht über die Seele und schreibt seine Memoiren. Und wir fragen: Was wurde aus den anderen Personen in Pleils Umfeld? Und wie prägen Pleils Taten das Leben der Angehörigen bis heute?

⚠️ Triggerwarnungen

  • Suizid und Suizidbeschreibung
  • Selbstverletzung
  • Genitalverstümmelung
  • Sexualisierte Gewalt und sadistische Triebhandlungen
  • Frauenfeindlichkeit
  • Mord
  • Verlust eines Elternteils im Kindesalter
  • Haft und Gefängnisalltag

Quellenverzeichnis [1] Barnstorf, Fritz: „Der Fall Pleil". In: Der Spiegel, Nr. 45/1950, erschienen am 07.11.1950. [2] Lautenbach, Birgit & Ebend, Johann: Der Totmacher. Die Geschichte des Mörders Rudolf Pleil. In: Historische Serienmörder Band IV. Verlag Kirchschlager, 2017. [3] Pfeiffer, Hans: Der Zwang zur Serie. Serienmörder und ihre Motive. area Verlag, 2007. [4] Sellin, Fred: Nur Heringe haben eine Seele: Geständnis eines Serienmörders – Der Fall Pleil. Droemer Verlag, November 2020. [5] stern Crime, Nr. 56, September 2024: „Der nette Begleiter". [6] Wikipedia: Rudolf Pleil. [7] ARD: Die großen Kriminalfälle – „Der Totmacher" Rudolf Pleil. [8] Zeitzeugen-Portal: Helga Erasmi – „Dem ‚Totmacher' entkommen". [9] Terra X History: Überleben – Dresden 1946. Wie war der Alltag im Nachkriegsdeutschland? [10] NDR Doku: Hungerwinter. [11] ARD Doku: Der Hungerwinter – Überleben im zerbombten Deutschland. [12] Hinterbliebene aus Wesseling berichtet: Mutter fiel Serienmörder zum Opfer - Rundschau Online [13] An einem Tisch mit dem Serienmörder Rudolf Pleil - Braunschweiger Zeitung [14] „Ich habe mich vor Abscheu geschüttelt“ - Braunschweiger Zeitung [15] Hat der Hering eine Seele? 15.07.1958 aus DER SPIEGEL 29/1958

Transkript anzeigen

00:00:00: Hey, willkommen bei Mord vor Ort.

00:00:03: Wir erzählen die echte Geschichte rund um den Serienmörder Rudolf Pleil.

00:00:08: Dazu reisen wir an die Orte des Geschehens und bringen die Atmosphäre zu dir nach Hause.

00:00:14: Dies ist Folge sechs!

00:00:16: Wenn du die vorherigen Folgen noch nicht gehört hast starte am besten bei Folge eins.

00:00:21: Alle Triggerwarnungen findest du in den Shownotes.

00:00:24: Und jetzt geht es los mit der Folge Auf den Spuren eines Mörders Quer durch die Wälder im Harz.

00:00:36: Direkt vor deiner Haustür.

00:01:00: Es hätte keinen besseren Ort für ein Staffelfinale geben können, es ist wirklich magisch hier!

00:01:06: Es ist unglaublich.

00:01:08: Wir sind in sixty-fünf Metern Höhe auf dem Harzturm in Torffhaus und es ist diesmal nicht die Weite, die den Ausblick so besonders macht sondern das genaue Gegenteil.

00:01:21: Wir stehen hier jetzt seit einer guten Viertelstunde und beobachten nämlich die Nebelschwaden, wie sie hier über die Hügel ziehen.

00:01:30: Und an den Wäldern brechen und woanders dann wieder neu entstehen.

00:01:34: Ja als würde man sich so Zeitraffer Naturdokus angucken!

00:01:39: Und genauso wie der Nebel wollen wir die letzten Szenen unserer Story an uns vorüberziehen lassen Genau wie auf diesem sehr, sehr hohen Aussichtsturm.

00:01:48: Von oben auf alles Blicken für den perfekten Überblick!

00:01:52: Wie ging es mit Rudolf Pleil und den anderen Akteuren weiter?

00:01:56: Ein letztes Mal tauchen wir ein in die Zeit um neunzehntundundfünfzig.

00:02:01: Rudolf pleil ist hinter Gittern.

00:02:03: Die Todesstrafe ist abgeschafft Aber doch hängt der Tod über dem Serienmörder.

00:02:17: Es ist nun amtlich.

00:02:18: Pleil ist für neun Morde schuldig gesprochen worden und bekommt lebenslänglich.

00:02:25: Das Leben im Zuchthaus ist für ihn sowieso Routine, seitdem er für den Mord am Kaufmann Hermann Bennen einsetzt.

00:02:32: Dass er nicht die Todesstrafe bekommen hat – die zu diesem Zeitpunkt ja bereits abgeschafft war?

00:02:37: Freut Pleil!

00:02:39: Er hätte nicht durch eine fremde Hand sterben wollen weil er eben selbst der Profi ist.

00:02:46: Er sagt dann mache ich mich lieber selber tot Von jemand anderem lasse ich mich nicht totmachen.

00:02:52: Die haben sowieso keine Ahnung davon, ich bin Deutschlands bester

00:02:56: Todmacher.".

00:02:58: Allerdings findet er auch die lebenslange Haftstrafe nicht gerecht.

00:03:02: Dazu sagt er... Er wolle sich nicht einsperren lassen!

00:03:17: Auch Wenn das ein Suizid zur Folge hätte.

00:03:21: So weit kommt es vorerst nicht, er wird wieder in Einzelhaft genommen.

00:03:25: Zuerst berichten die Medien aus Ost und West noch regelmäßig über Plei.

00:03:31: In der Westpresse wird Pleil zum Sinnbild einer gescheiterten Nachkriegsgesellschaft.

00:03:36: Die Süddeutsche Zeitung nennt ihn den Prototyp des Nachkrigsverbrechers.

00:03:43: Im Osten klingt das anders.

00:03:46: Das neue Deutschland schimpft über ein fascistisches Relikt und sieht in Pleil den Beweis dafür, dass der Westen seine NS-Vergangenheit nicht aufgearbeitet hat.

00:03:58: Die Berliner Zeitung wirft dem Richter Willkür vor und nutzt den Prozess um die westdeutsche Justiz grundsätzlich infrage zu stellen – derselbe Mann, derselben Prozess, das selbe Urteil und zwei völlig unterschiedliche

00:04:14: Erzählungen.".

00:04:15: Im Westen ein Kriminalfall, im Osten ein politisches Argument.

00:04:20: Auch hier zeigt sich was wir in Folge eins beschrieben haben Die Grenze trennt nicht nur Regionen sondern auch die Art wie man auf dieselbe Wirklichkeit blickt.

00:04:31: Doch mit der Zeit verstummen die Berichterstattungen über den Fall und Pleils Gedankenkarussell beginnt sich zu drehen.

00:04:38: Keine Journalisten wollen noch etwas von ihm wissen Und er hat auch nichts mehr anzubieten, um an bessere Essensration zu kommen.

00:04:47: Plyl denkt nach – nicht über seine Schuld!

00:04:51: Darüber ist er sich weiterhin im Klaren, dass er nichts falsch gemacht hat.

00:04:56: Er denkt über die Seele nach… monatelang.

00:05:01: Er fertigt sogar beschriftete Zeichnungen an in denen er seine Beobachtung niederschreibt und anatomisch darlegen möchte ob der Mensch eine Seele hat und wo diese sein könnte.

00:05:13: Menschen hätten nach seiner Forschung zufolge keine Seele.

00:05:19: Allerdings glaubt er, dass Heringe eine Seele haben – die hätte er früher beim Zerteilen der Fische entdeckt!

00:05:27: Neben seiner Forschungen beginnt Pleil auch viel zu anderen Themen zu schreiben.

00:05:32: Notizen, Briefe, Erinnerungen… Dadurch, das es mit der Abschaffung der Todesstrafe auch keine Henker mehr gibt und er schreibt ja nun mit Totmacher AD also Todmacher außer Dienst.

00:05:46: Damit geht er zumindest auf Papier in den

00:05:48: Ruhestand.".

00:05:50: Es ist April, adhesive.

00:05:53: Pleil ist seit dem letzten Prozess seit sieben Jahren in Haft als er mit zwei Mithäftlingen in eine Schlägerei gerät.

00:06:01: Zuerst will er sich zurückhalten – doch als er sieht wie einem das Blut aus der Nase läuft, packt es ihn und er schlägt zu!

00:06:09: Sofort stellt sich die gleiche Befriedigung bei ihm ein wie bei seinen Taten und er kommt zum Höhepunkt.

00:06:17: Pleyel, der eigentlich dachte dass sich seine sexuellen Triebe während der langen Haftzeit beruhigt hätten nimmt dieses Ereignis sehr mit – er will das nicht mehr!

00:06:27: Denn nun beginnt es in seinem Kopf wieder zu brodeln.

00:06:31: Wenige Tage später entdeckt der Anstahlsarzt tiefe Schnittwunden an Pleils Wade.

00:06:37: Außerdem hat er sich mit einem scharfen Gegenstand vulgäre, frauenfeindliche Begriffe in den Unterarm geritzt um dadurch wieder einmal zum Höhepunkt zu kommen.

00:06:46: Ohne sich geschlechtlich anzufassen!

00:06:49: Das ist ihm auch gelungen.

00:06:51: Wenige Tage später stellt Pleil einen Antrag an die Staatsanwaltschaft Braunschweig.

00:06:56: Er bittet darum kastriert zu werden.

00:06:59: Dadurch erhofft er sich von seinen krankhaften Trieben befreit zu werden.

00:07:04: Er sei dieser Spiele überdrüssig, sagt er.

00:07:08: Auf eine Antwort wartet Pleil aber nicht.

00:07:11: Mit einer Rasierklinge schlitzt er sich den Hodensack auf und findet dann nicht mehr den Mut seine Sache zu vollenden.

00:07:18: Mit starken Schmerzen wird er vom Anstallsarzt versorgt.

00:07:23: Danach fragt Pleil beinahe täglich ob man ihn endlich kastrieren könne.

00:07:36: Ich hab Phantomschmerzen!

00:07:38: Ganz

00:07:39: ganz doll...

00:07:40: Ja, das glaube ich dir sofort.

00:07:42: Oh mein Gott ey wirklich!

00:07:44: Man hätte sich ja denken können dass bei seinem verrückten Leben mehr als auch im Gefängnis nicht normal wird.

00:07:49: Aber ey wirklich...

00:07:51: Also ich finde es spannend dass fast sieben Jahre in Haft nichts passiert ist also zumindest nichts was irgendwie sehr auffällig gewesen wäre.

00:08:01: und dann gerät Pleil in eine Schlägerei sieht Blut und ja wird quasi rückfällig.

00:08:08: Ja, mich auch an einen Drogenabhängigen ändert.

00:08:10: Der Jahre lang klin war und jetzt plötzlich Stoff bekommt.

00:08:13: Und der Drang oder die Sucht muss ja sogar so stark sein, dass er sich dann selbst verletzt?

00:08:20: Ja!

00:08:21: Und was ich ausspannend finde ... Dass er sich solche frauenfeindlichen Worte in den Arm geritzt hat...

00:08:27: Also er hasst Frauen aber dann ritzt er sich das in den eigenen Arm So wie ein Tattoo als Identifizierungsmerkmal.

00:08:36: Das checke ich nicht wirklich nicht.

00:08:39: Also ich hätte das jetzt anders interpretiert, vielleicht eher so als Reminder um seine Gelüste immer vor Augen zu haben.

00:08:48: Na ja kann man auch so interpretieren.

00:08:51: aber gut wir werden es nicht mehr nachvollziehen können was er sich dabei wirklich gedacht hat.

00:08:56: Aber um mal wegzukommen von dieser ganzen Thematik lasst uns zur Auflockerung mal über Heringe sprechen.

00:09:03: Was sagst du denn zur Seelenthematik?

00:09:05: Also, dass er glaubt, dass Menschen keine Seele haben.

00:09:09: Wundert mich jetzt nicht?

00:09:10: Er hat ja auch gesagt, dass die Frauen für ihn keine richtigen Menschen waren und ... Na ja also, wer so wenig Respekt oder gar kein Respekt vor dem Leben hat... Die Aussage wundert mich nicht!

00:09:22: Aber ein Hering von allen Tieren zieht er den Hering als Beispiel für einen Tier mit Seele heran.

00:09:30: Okay weiß nicht ob das mein First-Gest gewesen wäre.

00:09:34: In der letzten Staffel war es ein Vogel, jetzt ist es der Fisch.

00:09:37: Aber hier mal ein paar Fun Facts über den Hering.

00:09:42: Es ist der am meisten vorkommende Fisch der Welt und auch einer der bedeutendsten Speisefische Und er kommt besonders häufig vor in der Ost- und Nordsee.

00:09:52: Also vielleicht gab's doch einfach viel Hering auf den Schiffen wo Pleil war.

00:09:56: Der Hering lebt in Schwärmen und kann sogar Geräusche erzeugen aber die Wissenschaft weiß bis heute nicht warum der Fischt das tut.

00:10:04: Also so weit.

00:10:05: Egal wie, ich glaube die meisten sind sich einig dass alle Lebewesen eine Seele haben und ganz bestimmt auch der Heringen aber eben auch ganz bestimmter Mensch.

00:10:15: Und Pleil will sich nun einiges von seiner Seele schreiben.

00:10:32: Er bezeichnet sich selbst als Meisterschreiber und hilft Pleil beim Strukturieren und Abschreiben.

00:10:41: Dolner ist Karl Faktor, also ein Heftling der einfache Dienste verrichtet im Gefängnis.

00:10:48: Vermutlich hat er leichte Hausmeistertätigkeiten absolviert und mit seiner Stellung die Voraussetzung geschaffen, dass Pleil ungehindert an den Memoaren arbeiten kann.

00:10:59: Etwa einen Jahr schreibt Pleil an seiner Biografie.

00:11:02: Obwohl das Werk noch nicht ganz fertig ist, hat Pleyl schon eine Idee für den Titel.

00:11:08: Mein Kampf!

00:11:10: Immer wieder mischen sich Sätze in die Kapitel, die andeuten, dass Pleyle nicht mehr lange leben wird.

00:11:16: Er will der Welt seine Version der Geschichte hinterlassen, sterben und unsterblich werden.

00:11:23: Am fünften Februar, Der Vorstand der Straf- und Sicherungsanstaltzelle teilt der Staatsanwaltschaft mit?

00:11:35: In der Strafssache gegen Rudolf Pleil wird mitgeteilt, dass Pleil mit dreiunddreißig Jahren am sechzehnten Februar nineteenhundert achtundfünfzig gegen sechs Uhr zwanzig in seiner Zelle tot aufgefunden wurde.

00:11:48: Er hat durch Erhängen Selbstmord begangen.

00:11:52: Wenige Tage später wird Dolner entlassen.

00:11:55: er soll die Biografie verlegen und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

00:12:00: Dolner abbringt Pleyl damit keinen Freundschaftsdienst.

00:12:03: Er erhofft sich vor allem finanziellen Gewinnen, erschmuggelt Pleyls Papiere aus dem Zuchthaus.

00:12:10: Bei seiner Entlassung versteckt er sie in einer doppelbürdigen Aktentasche.

00:12:14: Draußen tritt als Vertreter der Texte auf und nennt sich Generalbevollmächtigter und rechtmäßiger Eigentümer der handschriftlichen Aufzeichnungen des Herrn Pleyle.

00:12:26: Wie Dolna die Texte verlegen ließ oder an wen er sie verkaufte, ist nicht ganz eindeutig geklärt.

00:12:33: Wir haben Abschriften dieser Biografie mit zusätzlichen Einordnungen und Ausschnitten aus den Akten für diesen Podcast genutzt.

00:12:41: Zusammengestellt wurde das Buch von Journalisten Fred Selin mit dem Titel «Nur Heringa haben eine Seele».

00:12:54: Rudolf Pleil ist tot.

00:12:56: Tobi – Die Frage ist was ist mit seinen Metetern passiert?

00:13:01: Ja, auch mit denen ging es Hintergittern schnell zu Ende.

00:13:05: Hm, zumindest mit seinem ehemaligen Komplizen Karl Hoffmann – auch er war in Zelle untergebracht und dort starb er dann auch neunzehnhundertsechsundsiebzig an Herzversagen.

00:13:16: So!

00:13:17: Und was ist mit Konrad Schüßler passiert?

00:13:20: Der war doch auch in Zälle….

00:13:22: und irgendwie komisch dass die sich da nicht begegnet sind.

00:13:25: Also zumindest wurde darüber... nie geschrieben.

00:13:28: Ich kann mir vorstellen, dass sie die drei dort separiert haben und keinen Ärger zu provozieren.

00:13:34: Schüßler hat ja auch lebenslänglich bekommen aber er wurde Ende der neunzehntenhundertsiebziger Jahre begnadigt und entlassen.

00:13:42: danach verwischen sich dann seine

00:13:43: Spuren.".

00:13:44: Ja und so ist es auch bei den anderen Akteuren unserer Geschichte.

00:13:48: was mit Gretel und Kleils Kindern passiert oder was wurde aus Lydia Schnitt?

00:13:53: Das ist bis heute unklar!

00:13:54: Wir sind aus Gründen der Privats und den Teamsphäre aber auch nicht tiefer in die Recherche eingetaucht.

00:14:00: Aber von ein paar Akteuren und Nachfahren gibt es doch noch ein paar Geschichten, die wir teilen wollen

00:14:06: Und wir beginnen mit einer guten Geschichte.

00:14:15: Auf einem Zeitzeugenportal haben wir die Geschichte von Helga Erasmie entdeckt.

00:14:21: Sie erinnert sich wie sie früher mit ihrer Mutter über die Grenze schlich.

00:14:25: Zu diesem Zeitpunkt war sie neun Jahre alt.

00:14:28: Um nicht belästigt oder ausgeraubt zu werden, beschlossen sie nicht mehr tagsüber zu wandern.

00:14:34: Auch die Sorge vor Krankheiten und Vergewaltigungen sorgte dafür, dass sich zwei nur noch nachts und im Morgengrauen fortbewegten.

00:14:43: Auf einer ihrer Grenzgänge waren sie allerdings auf Hilfe angewiesen und trafen einen jungen Mann der sich auszukennenschieden.

00:14:51: Schnell wurden sie sich über Preis- und Treffpunkt einig.

00:14:55: Am nächsten Tag sollte es losgehen!

00:14:58: Doch später entschied sich die Mutter um.

00:15:01: Sie habe etwas Böses in seinen Augen wahrgenommen – auf keinen Fall werden sie mit ihm über die Grenze wandern!

00:15:08: Erst viel später erfuhren sie, dass dieser Mann Rudolf Pleil war.

00:15:14: Helga Erasmie ist noch heute dankbar dafür, das ihre Mutter diese kluge Entscheidung getroffen

00:15:19: hat.".

00:15:21: Auch eine Protokollante erinnert sich, die bei Pleils Vernehmung dabei.

00:15:31: Sie erinnert sich noch daran, dass Pleil nur wenige Jahre älter war als sie.

00:15:36: Aber das es durch seinen Aussehen fast unmöglich war sein richtiges Alter zu schätzen.

00:15:41: An eine Situation erinnern die sich sehr gut.

00:15:45: Als Pleil aufgefordert wurde zu beschreiben was er mit den Frauen gemacht hat habe er auf Schulz gezeigt und geantwortet Leg mir mal das Mädchen auf den Tisch, dann zeige ich dir

00:15:56: das.".

00:15:57: Sie weiß noch wie der Bleistift in ihrer Hand gezittert hat.

00:16:01: Rückblickend belastet hatte sie aber nicht.

00:16:05: Unter den vielen Facetten des Fals Rudolf Pleil gibt es eine Geschichte die besonders bewegend ist weil sie die langfristigen Schäden sichtbar macht die seine Taten in Familien hinterließen... Sie war erst drei Jahre alt, als ihre Mutter im späten Herbst, auf dem Heimweg zwischen Remscheid und Wernigerode getötet wurde.

00:16:28: Erst Jahrzehnte später erfuhr Mock dass ihre Mutter zu den Opfern Pleils gehörte.

00:16:34: Was dieser Mord bedeutete beschreibt Mock so Unsere Familie wurde auseinandergerissen.

00:16:41: Ihr Bruder blieb bei den Großeltern.

00:16:43: sie selbst kam zunächst zu einer Tante nach Remscheid.

00:16:47: Die gemeinsame Kindheit der Geschwister war damit abrupt beendet.

00:16:52: In ihrem Zuhause wurde über das Verbrechen lange geschwiegen.

00:16:55: Zurück blieben wenige Gegenstände und vor allem die Tagebücher der Mutter, die Mock wie einen Schatz hütet.

00:17:02: Weil sie kaum eigene Erinnerung an ihre Mutter hat wurden diese Aufzeichnung für sie zum einzigen Weg ihr nachträglich nahezukommen.

00:17:11: Sie ließ darin, wie sehr die Mutter den eingezogenen Vater vermisste.

00:17:15: Wie sie von klein Alltag erzählte Das Mockt die Hefte zeitweise nicht ansehen konnte weil sie die Worte so auffühlten zugleich aber auch vor Glück weinte Weil sie überhaupt etwas von ihrer mutter in den Händen halten kann zeigt.

00:17:30: Die Tat endet nicht mit dem Todesopfer Sondern setzt sich im Leben der Hinterbliebenen fort.

00:17:36: So trägt sie die Lehrstelle Eine Mutter, die sie nie wirklich kennenlernen konnte bis heute mit sich.

00:18:24: Das war die dritte Staffel von Mord vor Ort!

00:18:28: Wir hoffen es hat euch gefallen

00:18:30: Und ich bin mir sicher dass wir uns schon bald wieder hören werden.

00:18:34: Vielleicht sind wir auch bald direkt vor deiner Haustür.

00:18:37: Bis dahin besucht uns doch gerne auf Instagram oder TikTok unter Mord vor Ort, Unterstrich Podcast.

00:18:45: Lasst uns doch eine Nachricht da!

00:18:47: Wir freuen uns auf euch

00:19:06: Dort wo wir uns beinem.

00:19:10: Durch den

00:19:11: Wald, durch den Wald Kein Laut, kein Licht Wo der reigt und er nicht nur der.

00:19:43: Ein Schritt

00:19:44: ein Ast Der leise

00:19:48: bricht Ein Knall.

00:19:50: halt

00:19:50: fern

00:19:51: im alten Tale.

00:19:54: Wir halten

00:19:56: still doch

00:19:57: wagensnicht

00:20:00: Zu träumen

00:20:01: von dem

00:20:47: nächst.

00:20:59: Mord vor Ort ist eine private Produktion von Kerstin Hess und Tobias Bindhammer.

00:21:05: Moderation, Recherche und Content – Kerstine Hess & Tobias Binthammer Musik, Pixar Bay und erstellt mit Suno.

00:21:13: Vielen Dank an das Ingenieurbüro Hess und an alle Unterstützerinnen und Unterstützer!

00:21:26: Für mehr Einblicke folgt uns bei TikTok oder Instagram unter Mord vor Ort und der Strich Podcast.

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