Folge 3: Rudolf Pleil - Und er hat Glück

Shownotes

In dieser Folge nehmen wir euch mit auf einen Roadtrip ins sächsische Erzgebirge. Von Kühberg über Bärenstein bis rüber nach Tschechien in den Ort Weipert. Wir besuchen die Orte, an denen Rudolf Pleil aufgewachsen ist, und suchen nach Spuren einer Kindheit, die geprägt war von illegalem Schmuggel und Missbrauch. Wir schauen uns die Biografie eines Jungen an, dessen Leben sich wie ein Drehbuch liest: geprägt von Gewalt, Vertreibung, Krieg – und einer absurden Reihe von Momenten, in denen man nur sagen kann: Glück im Unglück. Immer wieder entkommt Rudolf Pleil Situationen, die andere nicht überlebt hätten. Und doch formt all dieses Glück keinen Menschen, der das Leben zu schätzen lernt, sondern einen der brutalsten Serienmörder der deutschen Nachkriegsgeschichte. Was genau ist passiert? Was hat ihn geprägt? Und wo liegt der Moment, der alles für ihn verändert?

⚠️ Triggerwarnungen: Diese Folge enthält folgende Inhalte, die für manche Hörerinnen und Hörer belastend sein können:

  • Häusliche Gewalt
  • Alkoholmissbrauch und Sucht
  • Sexueller Missbrauch an Minderjährigen
  • Sexualisierte Gewalt
  • Krieg und Gewalt
  • Nationalsozialismus und NS-Verbrechen
  • Nekrophilie
  • Mord
  • Explizite Sprache – Zitate aus Pleils Memoiren enthalten vulgäre und verstörende Formulierungen

Quellenverzeichnis [1] Barnstorf, Fritz: „Der Fall Pleil". In: Der Spiegel, Nr. 45/1950, erschienen am 07.11.1950. [2] Lautenbach, Birgit & Ebend, Johann: Der Totmacher. Die Geschichte des Mörders Rudolf Pleil. In: Historische Serienmörder Band IV. Verlag Kirchschlager, 2017. [3] Pfeiffer, Hans: Der Zwang zur Serie. Serienmörder und ihre Motive. area Verlag, 2007. [4] Sellin, Fred: Nur Heringe haben eine Seele: Geständnis eines Serienmörders – Der Fall Pleil. Droemer Verlag, November 2020. [5] stern Crime, Nr. 56, September 2024: „Der nette Begleiter". [6] Wikipedia: Rudolf Pleil. [7] ARD: Die großen Kriminalfälle – „Der Totmacher" Rudolf Pleil. [8] Zeitzeugen-Portal: Helga Erasmi – „Dem ‚Totmacher' entkommen". [9] Terra X History: Überleben – Dresden 1946. Wie war der Alltag im Nachkriegsdeutschland? [10] NDR Doku: Hungerwinter. [11] ARD Doku: Der Hungerwinter – Überleben im zerbombten Deutschland.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hey!

00:00:00: Willkommen bei Mord vor Ort.

00:00:03: Wir erzählen die echte Geschichte rund um den Serienmörder Rudolf Plei.

00:00:08: Dazu reisen wir an die Orte des Geschehens und bringen die Atmosphäre zu dir nach Hause.

00:00:13: Das ist Folge drei.

00:00:15: Wenn du die letzten Folgen noch nicht gehört hast, starte am besten dort.

00:00:19: Alle Triggerwarnungen findest du in den Show Notes.

00:00:23: Und jetzt geht es los mit der Folge

00:00:28: Auf den Spuren eines Murders Quer durch die Wälder im Harz, direkt vor deiner Haustür.

00:01:00: Meine Güte war das eine steile Straße.

00:01:02: also ich musste hier im ersten Gang hochfahren sonst hätte man Auto gestreikt.

00:01:07: Wir sind gerade die Passstraße hochgefahren.

00:01:09: Das ist die Hauptstraße im Ort Küberg bei Berenstein oder besser gesagt Es ist mehr oder weniger die einzige Straße im ganzen Ort.

00:01:20: Wir sind jetzt gerade in Sachsen nur wenige Minuten von der tschechischen Grenze entfernt und das war zu Pleils Zeiten noch Teil der Tschecheslobakei.

00:01:31: Ja, und dass wir hier sind?

00:01:32: Das hat natürlich auch einen Grund.

00:01:34: Hier irgendwo an dieser langen Straße ist Rudolf Pleil aufgewachsen.

00:01:39: Hier reiht sich Haus an Haus, an dieser Straße wie perren einer Schnur.

00:01:43: Und von unten sieht das richtig cool aus!

00:01:47: Aber für mich der vom flachen Land kommt wo das höchste der Deich ist... Das ist hier schon wie Achterbahnfahren ne?

00:01:54: Übrigens findet ihr Fotos und Videos von allen Orten bei Instagram oder TikTok unter Mord vor Ort Unterstrich Podcast.

00:02:03: Wir wollen uns die Kindheit- und Jugend von Rudolf Bleil anschauen.

00:02:07: Wie wurde er zu einem so jungen Serienmörder?

00:02:10: Wir starten unseren Roadtrip in Küberg, werden dann nach Berenstein fahren und von dort aus rüber nach Tschechien.

00:02:19: Warum alles zu seiner Zeit?

00:02:22: Diese Folge wird etwas länger weil die Biografie von Rudolf Plei ist einfach so crazy also was er alles in seinem kurzen Leben erlebt hat das es eigentlich wirklich Stoff für zwei Filme Und wir haben wirklich alles getan, um diese Folge möglichst kurz zu halten.

00:02:42: Aber wir wollen euch natürlich auch möglichst viel Kontext geben und soviel sei verraten die Folge wird an mehreren Stellen für Kopfschütteln

00:02:50: sorgen.".

00:02:51: Und deshalb verlieren wir keine Zeit mehr und starten direkt rein!

00:03:02: An einem kühlen Sommertag den siebten Juli-Ninzehntundundzwanzig wird Rudolf Pleil in Küberg geboren.

00:03:09: Pleil wächst in einfachen Verhältnissen auf.

00:03:13: Sein Vater arbeitet in einer Garnfabrik, seine Mutter ist zu Hause.

00:03:18: Die Ehe von Pleils Eltern ist alles andere als liebevoll.

00:03:22: Der Vater ist alkoholiker und wird aggressiv wenn er wie so oft spät nachts aus der Wirtschaft nachhause kommt.

00:03:29: Pleil beobachtet durch ein Astloch in seiner Kinderzimmertür mehrfach wie seine Mutter geschlagen wird.

00:03:36: Wenn sein Vater zu betrunken war, um allein nach Hause zu finden musste seine zehn Jahre ältere Schwester Maria den torkelnden Mann abholen.

00:03:44: Als Rudolf Pleil neun Jahre alt ist muss er das erste Mal seinen Vater aus der Wirtschaft holen.

00:03:50: Für ihn ist es wie ein Abenteuer.

00:03:53: Nach diesem ersten Abenteuern wird Rudolf pleil auch einige Schmuggelgeschäfte für den Vater erledigen die seiner Alkoholexzesse finanzieren.

00:04:02: Als die Nazis die Macht übernehmen, dauert es nicht lange bis die geheime Staatspolizei besser bekannt als Gestapo bei den Pleils an die Tür klopfen.

00:04:14: Pleils Vater war kein überzeugter Kommunist – aber er hat die Zeitung «die rote Fahne ausgetragen», um so zusätzlich Geld zu verdienen!

00:04:24: Und er ist zu den Versammlungen gegangen wegen des billigen Bieres und wegen des günstigen Schnaps….

00:04:31: Das reicht den Nazis vollkommen, um ihn zu verhaften.

00:04:35: Rudolf Pleil beobachtet wieder alles durch das Astloch in seiner Zimmertür.

00:04:40: Er sieht die Männer in ihren Uniformen, er sieht die Pistole und wie sie auf seinen Vater zeigt – dann wird sein Vater abgeführt!

00:04:48: Doch ohne den Versorger der Familie fehlt das Geld zum Überleben.

00:04:53: Die Mutter beginnt zu klöppeln und verkauft die Textilien an einen Betrieb in Berenstein rund drei Kilometer südlich von Küberg.

00:05:01: Klöppeln ist eine traditionelle Handarbeitstechnik zur Herstellung von Spitze, was man vielleicht von Brautkleidern oder Gardinen kennt.

00:05:10: Es isst Feinarbeit mühsam und schlecht bezahlt.

00:05:14: Wenige Monate später kommt sein Vater wieder frei doch es folgt die nächste Hiops-Botschaft Da die Familie Pleyl aufgrund der Rassenlehre der Nazis nicht als Deutsch gilt, müssen sie in zwei Tagen das Deutsche Reich verlassen haben.

00:05:29: Andernfalls drohen harte Konsequenzen.

00:05:33: Ursprünglich kommt die Familie aus der damaligen Tschechoslowakei dem heutigen Tchechen.

00:05:39: Schweren Herzens verlassen sie ihr Zuhause und ziehen nach Weypad – einem Ort direkt gegenüber von Berenstein auf der tschechischen Seite.

00:05:48: Hier kommen sie vorerst bei Verwandten unter, die ihnen auch eine finanzielle Stadthilfe geben.

00:05:54: Doch der Vater findet keine Arbeit und das Startgeld ist schnell versoffen!

00:05:59: Und so liegt es wieder an der Mutter Geld

00:06:01: heranzuschaffen.".

00:06:03: Sie klöppelt daher weiter für die Firma in Berenstein – doch das ist nicht so einfach.

00:06:08: Eigentlich darf sie nicht mehr ins Deutsche Reich einreisen…und so beginnt ein kleiner Grenzschmuggel...sie schleicht sich über die Grenze verkauft ihre Textilien und bekommt das Geld sofort bar auf die Hand.

00:06:21: Davon kauft sie auf deutscher Seite Schokolade, und verkauft sie in der Tschechoslowakei zu besseren Preisen weiter.

00:06:28: Das Geschäft ist äußerst lukrativ – Schokolad ist in der tschechoslowakei schwer zu bekommen!

00:06:34: Bald hilft auch Rudolf seiner Mutter beim Grenzschmuggel.

00:06:37: Während sie die einfachen Wege nimmt, geht Rudolf mit der heißen Ware durch den dichten Wald.

00:06:43: An manchen Stellen muss er auf allen Viren krabbeln.

00:06:47: An einem Bach findet er eine Stelle mit Wackerstein, über die er aufs andere Ufer und damit ins Nachbarland springt.

00:06:54: Das Schmuggelgeschäft läuft so gut dass sie zwei das Sortiment erweitern.

00:06:59: Sie kaufen nun auch Butter- und Tabak aus der Tschechoslowakei und verkaufen beides in Deutschland.

00:07:05: Nun schließt sich auch der Vater an und sie machen zu dritt deutlich mehr Umsatz.

00:07:09: Inzwischen gehören Toilettenseife, Parfons, Feldpostkarten und Rasierklingen zum Standardprogramm.

00:07:16: Kunden können sogar bestimmte Dinge vorbestellen.

00:07:19: Grammophonplatten, Spielwaren, Haushaltsgegenstände – das Prinzip bleibt immer gleich!

00:07:24: Auf der günstigeren Seite einkaufen und auf der teureren

00:07:28: weiterverkaufen.".

00:07:30: Eine richtige Kindheit hat Rudolf Pleil durch den Grenzschmuggel nicht.

00:07:35: Der Wald wird so was wie sein Kinderzimmer.

00:07:38: Hier spielt er auch mit Freunden.

00:07:40: Sie bauen Hütten und Klettern, allerdings enden diese Spiele nicht immer glimpflich….

00:07:46: Mit etwa zehn Jahren schaut Rudolf Pleil ein Film über Räuber und spielt die Handlung anschließend mit seinen Freunden nach.

00:07:54: Dabei ist immer er der Räiber und der Anführer.

00:07:58: Wenn jemand anderes mal den Anführerspielen will, wird Pleil sauer!

00:08:02: Dann greift er zum Beispiel nach Steinen und schlägt auf die Köpfe seiner Freunde ein.

00:08:07: Erst wenn er Blut sieht, beruhigt er sich.

00:08:10: Auch in der Schule ist er auffällig.

00:08:12: Immer wieder kommen Lehrer nach Hause und beschweren sich über das aggressive und schlechte Benehmen.

00:08:17: Pleils Schullaufbahn ist mehr von Unterbrechungen als Fortschritten geprägt, er bleibt dreimal sitzen.

00:08:24: Mit dreizehn Jahren lernt Rudolf Pleil einen Mann kennen der Zündgeräte für Gasherde herstellt und laut Pleil in einer verlassenen Burg wohnt.

00:08:34: Wahrscheinlich war es eher ein Verlasseneshaus.

00:08:37: Pleil nennt ihn den Räuberhauptmann Jakob.

00:08:41: Er ist ungefähr im Alter seines Vaters und erzählt viele Geschichten.

00:08:45: Pleil hängt an seinen Lippen.

00:08:48: Es sind Geschichten über Sex mit Frauen, dann auch über Männer die es mit Männern tun.

00:08:53: Doch bei Geschichten bleibt das nicht.

00:08:55: Er fordert Pleil auf ihn anzufassen.

00:08:58: Pleile hat inzwischen die Schule abgebrochen und eine Lehre begonnen Bei der er nun eigenes Geld verdient.

00:09:04: Außerdem hat er beim Grenzschmuggel immer ein Teil der Ware einbehalten Und im Wald ein kleines Lager angelegt.

00:09:11: Das Geld aus diesen Verkäufen behält er für sich.

00:09:14: Außerdem läuft der Schmuggel so gut, dass seine Mutter inzwischen einen kleinen Laden aufgemacht hat.

00:09:21: Hier bedient sich Pleil auch großzügig an der Kasse.

00:09:25: Als sein Vater ihn beim Stehlen erwischt, vertrischt er ihm mit einem Gürtel und sorgt dafür, dass sein Sohn die Lehrstelle verliert.

00:09:33: An diesem Tag fasst Pleil eine folgenreiche Entscheidung.

00:09:37: Er hat keine Lust mehr.

00:09:39: Keine Lust, die Laun seines Vaters auszuhalten.

00:09:42: Keine lust, ständig Waren über die Grenze zu schmuggeln.

00:09:46: Im Sommer,

00:10:00: und wir stehen jetzt an einem echten Lost Place, nämlich der Textilfabrik in Berenstein oder das was davon noch übrig ist?

00:10:09: Es sieht wirklich etwas spooky aus also eins-zu-eins wie aus einer Lost Place Doku.

00:10:15: Und das Spannende, wir haben sie uns auch von der anderen Seite, nämlich von der tschechischen Seite aus angeschaut.

00:10:21: Hinter der Fabrik verläuft der Pölbach, der Deutschland und Tschechien voneinander trennt.

00:10:26: Und hier ganz in der Nähe muss der Grenzschmuggel dann auch stattgefunden

00:10:29: haben.".

00:10:30: Es gibt ein paar Indizien aus den Akten wo Pleilshaus in Beipat ja ungefähr gestanden haben könnte.

00:10:37: Wir sind also in dieser Gegend herum gefahren auf der Suche nach Hinweisen.

00:10:42: Bei unseren anderen Fällen haben wir so ein paar Details ja dazu finden können.

00:10:47: Aber diesmal leider gar nicht, also das Haus soll auf einer Anhöhe gestanden haben.

00:10:52: Ja gut, witzig hier im Erzgebirge!

00:10:54: Und natürlich ist auch viel im Zweiten Weltkrieg zerstört worden.

00:10:57: gerade in Grenznähe stehen noch immer noch einige Ruinen und da haben wir natürlich auch über den Räuberhauptmann Jakob nachgedacht.

00:11:05: Nach unseren Recherchen könnte es sein dass Familie Pleil im Weiberter Ortsteil Grund gelebt haben.

00:11:15: Grund war ein kleines Dorf direkt gegenüber von Küberg, die Region wird auch Blechhammer genannt weil hier früher Bäche hergestellt worden sind.

00:11:24: aber das Dorf existiert nicht mehr.

00:11:27: also die Menschen die hier lebten wurden vertrieben und das Gebiet nie wieder neu besiedelt.

00:11:33: inzwischen stehen hier nur noch ein paar Grundmauern.

00:11:35: ja und eben dass was die Natur übrig gelassen hat.

00:11:39: Und noch einen Kommentar zu Jakob Auch wenn Pleil es in seinen Memoen nie so wahrgenommen hat oder er es in der Rückbetrachtung nicht schlimm fand, dass was da passiert ist und bleibt ein Missbrauch an Kindern.

00:11:53: Er war vierzehn Jahre alt.

00:11:55: Absolut klar!

00:11:57: Aber zurück zur Grenze – wir sind ja heute auch zu Grenzgängern geworden

00:12:02: Und das war natürlich viel einfacher als vor neunzig Jahren.

00:12:06: Ja, zack!

00:12:07: Wollen wir schon drüben.

00:12:08: Und man erlebt hier natürlich auch ein ganz anderes Grenzleben als damals.

00:12:13: Die Orte Berenstein und Weypert liegen eben so nah beieinander dass es fast gar nicht auffällt das man die Grenze überfährt.

00:12:22: Hier webt sich alles zusammen und ich sage mal viele deutsche Kennzeichen jetzt am Sonntag beim tschechischen Supermarkt.

00:12:30: der hat nämlich auch Sonntags geöffnet.

00:12:32: Tja und ein bisschen Benzin haben wir auch als Souvenir mitgenommen Ganz legal und ohne Schmuggel.

00:12:38: Wo wir gerade dabei sind, Pley hat kein Bock mehr die Waren durch den Wald zu schmuggeln und haut nun ab!

00:12:45: Und für diesen Drang, den er verspürt die Heimat zu verlassen und in die Ferne zu ziehen dafür gab es damals sogar ein Begriff Wandersucht.

00:12:54: am ehesten könnte man das heute mit Fernweh beschreiben.

00:12:58: also wandersüchtig waren vor allem Jugendliche die sich aufmachten und nicht zu Hause bleiben konnten wegen ihrer inneren Unruhe.

00:13:05: Und Rudolf Pleils innere Unruhe bringt ihn fast einmal um den Globus.

00:13:30: und wichsen.

00:13:41: Als im Winter die Flüsse zufrieren, heuert er auf einem anderen Schiff an dem Hamburger Bananenfrachter Valkyre.

00:13:48: Seine neue Crew nimmt ihn vor den ersten Türen mit in ein Bodell auf der Reparbahn.

00:13:52: Sie spendieren ihm eine Sex-Arbeiterin und stellen sich um das Bett – sie wollen zugucken!

00:13:58: Pleil kann nicht so sehr sich auch bemüht.

00:14:01: Unter dem Gelächter seiner älteren Kollegen läuft er aus dem Bodell.

00:14:05: Zum ersten Mal stellt er fest, dass ihm Sex keinen Spaß macht.

00:14:10: Dann geht es mit der Vaiküre nach Brasilien – Rio de Janeiro ist das Ziel!

00:14:15: Während sie dort Bananen laden erfahren Sie, dass in Nazi Deutschland der Krieg ausgebrochen ist.

00:14:21: Der Dampfer wird schleunigst zurückgerufen aber mittlerweile haben Franzosen und Engländer eine Seeblockhard errichtet.

00:14:29: Doch irgendwie schaffen sie's unversehrt nach Hause….

00:14:33: Dort wird die gesamte Crew mit dem sogenannten Lokadebrecherabzeichen ausgezeichnet.

00:14:40: Pleil ist einer der Jüngsten, der dieses Abzeichen trägt.

00:14:44: Die Valküre wird nun für den Krieg abgeordnet und bringt Truppen nach Königsberg das heutige Kaliningrad in Russland.

00:14:52: Doch auf dem Weg wird das Schiff von polnischen Flugzeugen beschossen – die Steuerung fällt aus!

00:14:58: Der Kahn ist nun manövrierunfähig.

00:15:01: Als die Valküre auf Grund läuft, reißt der Schiffsboden auf.

00:15:05: Wasser trinkt ein!

00:15:06: Doch die Besatzung hat Glück – sie liegen nicht weit vor Königsberg so dass ein Schlepper sie den letzten Mal noch ziehen kann.

00:15:14: Es ist das erste Schiffsunglück, das Pleil überlebt… es wird nicht das letzte sein... Wie durch einen Wunder wird er noch vier weitere Schiffs- und Glücke unbeschadet überleben?

00:15:26: Auf einem Fischdampfer.

00:15:28: Das Schiff fährt auf der Nordsee, auf eine Seemine.

00:15:31: Die Explosion reist das Schiff in die Tiefe.

00:15:34: Mehrere Männer ertrinken.

00:15:36: Pleil hat Glück!

00:15:38: Er überlebt und hat nur ein paar

00:15:39: Verstauchungen.".

00:15:41: Mit einem Schiffskonvoi Auf dem Mittelmeer wird Pleils Schiff von englischen Fliegern erwischt.

00:15:46: Durch die Druckwelle einer Bombe stößt er mit dem Kopf gegen die Bordwand und wird bewusstlos.

00:15:52: Als er wieder zu sich kommt, hat das Schifff starke Schlagseite und rot unterzugehen.

00:15:57: Pleil hat Glück.

00:15:59: Er wird Rechtsseite gerettet und kann noch sehen, wie der Kahn vollständig untergeht.

00:16:05: Auf der Timandra!

00:16:07: Im Winter wird das Schiff auf dem Weg von Hamburg nach Norwegen mitten in der Nacht von U-Boden attackiert.

00:16:13: Pleil aus dem Schlafgerissen rettet sich nur eine Unterwäsche bekleidet ins Rettungsboot.

00:16:19: Es stürmt und der Regen ist so stark dass er sich wie Peitschenhiebe auf der Haut anfühlt.

00:16:26: Am nächsten Morgen werden die Rettungsboote von einem Fischkutter entdeckt.

00:16:30: Auf einem Tankschiff, auf dem Weg nach Genoa in Italien hat das Boot einen Motorschaden und Kracht gegen ein Riff.

00:16:38: Das Schiff geht sofort unter.

00:16:40: Pleyl hat Glück!

00:16:42: Die Küste ist nah genug so dass sich alle an Land retten können.

00:16:46: In weniger als fünf Jahren erlebt und überlebt er fünf Schiffsonglücke.

00:16:51: Trotz dessen zieht es ihn immer wieder auf das nächste Schiff.

00:16:54: Pleil sagt, dass er sich in Großstädten vor den Schatten fürchtete und sich nur im Wald und auf See wirklich sicher und wohlfühlt.

00:17:07: Ich glaube das nicht!

00:17:09: What the fuck oder?

00:17:10: Es ist so unglaublich... ich habe bei der Recherche irgendwann angefangen zu lachen weil es so absurd ist.

00:17:17: Fünf Schiffsunglücke

00:17:19: Und das sind nur die Highlights aus seinem Leben wie im Schnelldurchlauf.

00:17:24: Es passiert so viel weirdes Tja Dinge wirklich zum Kopf schütteln.

00:17:29: Es ist wild!

00:17:31: Wobei?

00:17:31: eine Story müssen wir noch erzählen, die ich irgendwie besonders fand.

00:17:36: Pleil ist damals auf ein ehemaliges französisches Tankschiff gekommen das vorher Wein transportiert hat und eigentlich sollten sie diesen Bein also alles wegschütten weil die Nazis das Schiff schnell für Kraftstofftransporte brauchten.

00:17:51: aber... Pley lässt doch nicht den guten Alkohol umkommen und er ist dann tatsächlich zu den anderen Schiffen im Hafengegangen, hat dort Töpfe organisiert und dann den ganzen Wein damit im Schiff abgeschöpft.

00:18:05: Also das ganze Schiff stand am Ende voller Weinbehälter und dann wurde richtig gesoffen.

00:18:11: also er schreibt später dass er mit der Besatzung zwei komplette Wochen durchgehend betrunken war und das wäre die schönste Zeit in seinem Leben gewesen.

00:18:21: Mein Kopfschütteln kann man nicht hören, ne?

00:18:23: Aber ey!

00:18:24: Es ist schon ein Move.

00:18:26: Also...

00:18:27: Wir wollen noch mal klarstellen, dass wir nicht despektierlich rüberkommen wollen.

00:18:32: Wir reden hier immer noch über einen grausamen Serienmörder aber ja das was er erlebt hat in so kurzer Zeit Das ist manchmal einfach.

00:18:41: Ja Weiß man auch nicht mehr wie man da eigentlich reagieren soll.

00:18:45: Ja du sagst es Was er alles erlebt hat und wo er überall war Von Dresden nach Hamburg, dann Brasilien, Norwegen, Italien, Frankreich, Polen und Russland.

00:18:57: Er ist gut rumgekommen.

00:18:58: Mord vor Ort!

00:19:00: Wir hätten natürlich gerne im Rio oder ja auf Sizilien den Podcast aufgenommen aber warum dort sein wenn man auch im schönen Erzgebirge sein kann?

00:19:09: So das hat sich Rudolf Pleil auf jeden Fall nicht gedacht.

00:19:14: aber trotzdem muss er bald wieder hier her zurück denn seine Zeit auf See wird bald ein Jehes Ende finden.

00:19:27: Es passiert auf dem nächsten Törm, das Schiff liegt bei Neapel um zu tanken – die Morgensonne spiegelt sich auf den Wasser.

00:19:36: Plötzlich stürzt Plyl zur Boden, sein ganzer Körper zittert unkontrolliert erbeißt sich auf die Lippe und Blut läuft aus seinem Mund.

00:19:44: Gegen Mittag folgt ein zweiter Anfall.

00:19:47: Plyll hat Epilepsie!

00:19:50: Diese Erkrankung wird seine Zeit auf See ein für alle mal beenden.

00:19:55: Mit dem Auto wird Pleil ins nächste Dazerett gebracht.

00:19:58: Der Arzt ordnet vier Wochen Erholungsurlaub in Südfrankreich an.

00:20:02: Es dauert ein paar Tage, bis ein Flieger kommt um ihn und ein Paar Malaria-Kranke abzuholen.

00:20:08: Und wieder einmal hat Plei Glück!

00:20:11: Er erfährt dass sein Schiff und seine Crew beschossen worden sind.

00:20:15: er hört nie wieder etwas von seinen Kameraden.

00:20:19: Dann ist es so weit.

00:20:20: Sein Flugzeug startet Richtung Süd Frankreich.

00:20:24: Im Krieg ist es normalerweise üblich, dass solche Transportflugzeuge ein rotes Kreuz tragen um als Sanitätsflug erkennbar zu sein.

00:20:32: Dann darf das Flugzeug nicht beschossen werden.

00:20:35: Doch dieses Schutzzeichen fehlt an seinem Flugzeug!

00:20:39: Sie werden beschossen und stürzen ab.

00:20:43: Pleyl hat Glück – er wird bewusstlos und wacht Stunden später in einem Krankenhaus in Italien auf.

00:20:50: Er hat eine Rippenprellung, sonst ist der unversehrt.

00:20:54: Nach fünf überlebten Schiffsunglücken, übersteht er nun auch ein Flugzeugabsturz.

00:21:01: Zurück in Deutschland wird Pleil wegen seiner Epilepsy als dauerhaft Seedienst untauglich eingestuft.

00:21:07: Scheren Herzens zieht er zu seiner Schwester Maria und ihrem Mann Adolf nach Marienberg – ein paar Kilometer nördlich von Bärenstein.

00:21:16: Hier findet er eine Anstellung als Kellner im Radskeller.

00:21:20: Und er lernt eine junge Frau kennen!

00:21:22: Sie wohnt im selben Haus und hat offensichtlich Interesse am zwanzigjährigen.

00:21:27: Pleil ist unbeholfen, weiß nicht so recht wie er reagieren soll – auch nicht als sie sich ihm körperlich nähert.

00:21:34: Kurze Zeit später kommt eine andere Frau in den Ratskeller.

00:21:38: Ihr Bus hat Verspätung und sie muss die Wartezeit überbrücken, als sie mit Pleil ins Gespräch kommt.

00:21:44: Ihr Name ist Grete.

00:21:46: Sie freuenen sich an und verbringen immer mehr Zeit miteinander.

00:21:49: Rudolf geht nun jeden Sonntag zu ihr!

00:21:53: Die Beziehung wird inniger und Gretel wird schwanger.

00:21:56: Allmählich scheint sich eine Art Alltag zu etablieren.

00:22:00: Pleil trinkt zwar immer noch Alkohol nach der Arbeit, aber nicht mehr so viel wie zu seiner Seefahrerzeit.

00:22:07: Dafür liest er liebend gern Krimis.

00:22:10: Titel wie die Todeskabine oder die zweite Kugel verschlingt er in kürzester Zeit und führt am nächsten Tag die Handlung der Geschichten im Ratskeller auf.

00:22:20: Seine Kolleginnen und Kollegen werden später aussagen, dass er dabei immer eine unheimliche Verwandlung durchmacht, sobald er in das Schauspiel eintaucht.

00:22:30: Und auch seine epileptischen Anfälle machen die Zusammenarbeit mit Rudolf Pleil schwer.

00:22:35: Sie treten meist morgens auf – vor allem wenn er am Abend zuvor wieder getrunken hat!

00:22:41: Zusätzlich kommen Wutanfälle hinzu.

00:22:44: Er zerstört das Geschirr im Ratskeller oder verbrennt Geld.

00:22:48: Danach kann er sich an nichts erinnern.

00:22:51: Es ist Januar nineteenhundertfünfundvierzig, als Pleyel während der Arbeit erneut einen epileptischen Anfall bekommt.

00:22:58: Unter den Gästen sitzt an diesem Tag Oberstabsarzt Schmidt.

00:23:03: Er beobachtet Pleyl ganz genau wie er sich auf dem Boden krimmt.

00:23:07: Kurze Zeit später erhält Pleyle eine Vorladung vom Gesundheitsamt.

00:23:12: Oberstagsarzt Schmitt ist ein überzeugter Nazi und betrachtet es als eine Pflicht die sogenannte Erbgesundheit des Volkskörpers zu schützen.

00:23:20: Epilepsie gilt in Nazi-Deutschland nicht nur als Krankheit, sondern als sogenanntes Erbkrankesleiden.

00:23:26: Hunderttausende Menschen werden deshalb gegen ihren Willen unfruchtbar gemacht – darunter Epileptiker, Menschen mit Schizophrenie oder körperlichen Behinderungen.

00:23:36: Auch Pleil soll zwangssterellisiert werden und was der Arzt ihm nun erzählt kann er kaum glauben!

00:23:42: Seine Schwester Maria hat ebenfalls Epilepsy und wurde vom gleichen Arzt unfruchbar gemacht.

00:23:48: Deshalb blieb ihre Ehe bislang kinderlos, obwohl sie sich so sehr ein Kind wünscht.

00:23:54: Und nun trifft es auch Rudolf Pleil.

00:23:56: Ein Termin wenige Monate später ist bereits gebucht.

00:24:00: Doch Pleil hat Glück!

00:24:02: Kurz vor seinem OP-Termin fallen Bomben auf das Krankenhaus und der Eingriff kann nicht stattfinden.

00:24:13: Er ist völlig perplex und die Frau übergibt ihm ein kleines Mädchen.

00:24:23: Sie will es nicht haben!

00:24:25: Der frisch gebackene Vater ist mit der Situation überfordert, auch seine schwangere Kretel ist alles andere als begeistert.

00:24:33: Pleil übergib das Kind in die Obhut seiner Schwester Maria.

00:24:37: Sie wird das Kind als ihr eigenes Groß ziehen.

00:24:40: Pleile wird zeitlebens Onkel Rudi bleiben – ob das Mädchen jemals erfahren hat wer ihr leiblicher Vater Bleibt unklar.

00:24:50: Ab April, nineteenhundertfünfundvierzig nimmt Kleil eine neue Arbeit als Koch an in einer Militärbaracke mitten im Wald – in der sogenannten Kasiane Gelobtland.

00:25:00: Es sind die letzten Kriegswochen und immer wieder kommen Gefangenentransporte aus verschiedenen Konzentrationslagern vorbei.

00:25:07: Viele Wege sind nicht mehr passierbar Und niemand weiß so recht wie man die Kriegsinfrastruktur noch aufrechterhalten soll.

00:25:14: Ein Großteil der Gefangenen überlebt nicht oder kommt bereits tot an.

00:25:19: Bevor die Transporter weiterfahren, werden ihre nackten Leichen auf einen Haufen in der Nähe der Kaserne gelobt landgeworfen.

00:25:26: Kurze Triggerwarnung – jetzt wird's noch mal richtig hart!

00:25:29: Es geht jetzt um explizite Darstellung von Nikrophilii.

00:25:33: Wer das nicht hören möchte, skipt die nächsten zehn Sekunden.

00:25:39: Dieser Leichenberg zieht Pleil magisch an.

00:25:42: Erst weiß er nicht wieso doch als er die toten nackte Körper betrachtet beginnt er zu masturbieren… auf zehnmal am Tag.

00:25:59: Dann ist der Krieg endlich vorbei.

00:26:02: Die Kaserne wird schnell geräumt und Plei kehrt zurück zu Gretel.

00:26:06: Die russische Besatzungsmacht bezieht Stellung, Soldaten quartieren sich in Privatwohnungen ein.

00:26:13: Auch in Pleils Haus wohnen nun russische Soldaten.

00:26:16: Gretl hat große Angst – immer wieder hört sie von grausam Vergewaltigung und Misshandlungen!

00:26:22: Aber Pleil regelt das.

00:26:24: Er freundet sich mit den Russen an richtiger Nazi gewesen sei.

00:26:31: Nach ein paar Runden Wodka ist das Eis gebrochen und die Soldaten versprechen ihm, dass ihm und seiner Freundin nichts passieren

00:26:38: wird.".

00:26:47: Und noch mal... wie viel Glück.

00:26:51: Schutzengel was auch immer kann einen Mensch haben?

00:26:55: Fünf Schiffsunglücke oder sechs wenn man das mitzählt wo er auf das Flugzeug wartete dann noch den Flugzeugabsturz keine OP und dann theoretisch jetzt auch noch mal Glück mit den Russen in seinem Haus.

00:27:09: Und so viel sei gesagt, der Satz Rudolf Pleil hat Glück werden wir auch noch einmal sagen.

00:27:16: es bleibt also absurd!

00:27:18: Wie viele Zufälle oder Schicksal zusammenkommen kann und alles bringt ihn nicht dazu das Leben als solches mehr zu schätzen

00:27:27: sondern

00:27:28: er wird zum Serienmörder.

00:27:30: In der letzten Folge haben wir die Frage aufgemacht, wo sein Frauenhass herkommt.

00:27:34: Und darüber haben wir noch gar nicht gesprochen.

00:27:37: Das liegt auch daran dass es nicht das eine große Ereignis gibt aber eben viele kleine Signale und das zieht sich durch seine Memoanen und Aussagen.

00:27:46: Wir wollen euch ein paar davon vorstellen Auch wenn das jetzt vielleicht an einer oder anderen Stelle konstruiert wirken kann.

00:27:53: klar ist dass keine dieser Geschichten rechtfertig Frauen zu hassen Aber wir könnten uns vorstellen, dass die Summe dieser vielen Signale dazu beigetragen hat.

00:28:03: Dass Rudolf Pleil seinen Hass auf Frauen entwickelt?

00:28:06: Zuerst sind da seine ersten beiden Vorbilder oder Bezugspersonen also sein Vater und der Räuber-Hauptmann Jakob.

00:28:14: beide haben ein schlechtes Frauenbild Also sein Vater schlägt und betrügt seine Mutter.

00:28:20: Bei letzterem hat Pleil ihn mal erwischt als er ihn als Kind aus der Wirtschaft abholen musste.

00:28:25: Und für Jakobs sind Frauen vor allem Eins, und zwar Lustobjekte.

00:28:30: Und auf gar keinen Fall auf Augenhöhe mit Männern zu

00:28:33: betrachten.".

00:28:34: Die nächsten Bürgungspunkte mit Frauen macht Rudolf Pleil dann.

00:28:37: während seiner Seefahrerzeit in Bodellen bekommt er kein Hoch oder der Sex gefällt ihm nicht.

00:28:43: Scham, Wut – all das projiziert er auf die Frauen!

00:28:47: Und ab uns zu verkauft er Textilen- oder Utensilien vom Board der Schiffe in den Hafenvierteln und fühlt sich dann von den Frauen betrogen oder beklaut, wenn sie ihn runterhandeln wollen.

00:28:56: Also an der Stelle noch mal ganz kurz klargestellt, dass das alles keine Rechtfertigungen sind, Frauenhasser zu werden?

00:29:02: Das ist ja klar!

00:29:03: Er findet es übrigens später auch richtig scheiße, dass Schiffe fast nur Frauennamen haben.

00:29:08: Das stellt er mal stockbesoffen fest als er mal wieder seinen Lohn an einem Abend versäuft.

00:29:14: Übrigens in einer Hafenbar in Cuxhaven... Auch da war er – und da bin ich ja groß geworden, das ist meine Heimat Blei war wirklich überall.

00:29:22: Also generell zieht sich ein Schema durch, Charme, Wut, Projektion ... Ja die Frauen in seinem Leben so sieht er es haben ihn gedemütigt sie stimulieren ihn nicht er fühlt nichts und ja all das krängt dann seine Rolle oder Performance als Mann.

00:29:41: Das sieht man auch wenn er über den Sex mit seiner Freundin also mit Kretel spricht.

00:29:46: das können wir hier an der Stelle definitiv nicht wiedergeben, wie ekelhaft er da über sie spricht.

00:29:52: Weil ihm eben dieser Sex nicht passt und er nichts dabei

00:29:55: fühlt.".

00:29:56: Nichts ist so.

00:29:57: trotz müssen wir auch sagen!

00:29:59: Frauen hasst Misogenie, so schlimm Sie auch isst macht einen noch nicht zum Mörder.

00:30:04: Warum geht er dann diesen Schritt?

00:30:07: Was es passiert dass er sexuelle Erregung dabei verspürt Frauen zu ermorden und sie danach zum Missbrauchen.

00:30:25: Der Auslöser für eine unvorstellbare Mordserie ereignet sich etwa eine Woche nach Kriegsende.

00:30:33: Rudolf Pleil will Besorgungen beim Bauern in der Nähe machen, als er beobachtet wie ein paar Russen den Hof plündern.

00:30:40: Der Bauer steht gelehmt daneben, denn die Russen haben kurz zuvor seinen Sohn erschossen.

00:30:46: Pleil wil helfen und macht sich mit dem Fahrrad auf schnellstem Wege zum russischen Kommandeur, den er persönlich kennt.

00:30:54: Doch da der Bauer bekannter Nazi gewesen sei, will der Kommandeur keine Hilfe schicken.

00:31:00: Pleil macht einen Vorschlag!

00:31:02: Er könne ja die Lage beim Bauernhof selbst klären – sie sollen ihm nur ein Gewehr mitgeben.

00:31:08: Der Kommandeure diskutiert mit seinen Leuten.

00:31:11: Eigentlich können Sie einem Zivilisten keine Waffe aushändigen….

00:31:15: aber wenn Pleil nicht schießen würde, dann wird es wohl gehen.

00:31:22: Nur wenn die Lage bedrohlich werden sollte, soll Pleil einen Schreckschuss in die Luft abfeuern.

00:31:27: Dann schicken sie Verstärkung!

00:31:29: Mit dem Gewehr unterm Arm radelt Pleil so schnell er kann zurück als ihm zwei der Plünderer den Weg versperren.

00:31:35: Pleil muss eine Vollbremsung machen und fällt vom Rad.

00:31:39: Schnell sortiert er sich steht auf greift das Gewehr und spielt ein Polizisten.

00:31:44: Die zwei Russen nehmen ihm seine Autorität ab und lassen sich abführen.

00:31:49: Kurz vor der Wachstation des Kommandeurs bleibt einer der Russen stehen.

00:31:53: Er hat Angst, vor einer möglichen Strafe und bittet darum ihn gehen zu lassen.

00:31:57: Pleil rammt den Lauf des Gewehres in den Rücken des Russens.

00:32:01: Dabei löst sich plötzlich ein Schuss!

00:32:04: Der Russe fällt sofort zur Boden- und schreit Verschmerzen.

00:32:08: Plei kniet über dem Verletzten und schlägt und wirkt ihn damit er endlich aufhört zu schreien.

00:32:17: Er zerreißt das Hemd des Russen, um daraus ein Verband zu machen als etwas passiert dass alles verändern wird.

00:32:27: Kleil beschreibt diesen Moment so und wie ich in dieser Position rumhandiert habe und wieder es Blut an meine Hände herangekommen Und wie er so gestöhnt hat und ich ihm wieder eine aufs Maul gehauen hab um Ruhe zu kriegen.

00:32:41: Da ist mir einer abgegangen und der kalte Bauer in die Hose gelaufen Ist einfach passiert.

00:32:47: Ach Wie schön ist das gewesen muss ich oft dran denken.

00:32:53: Eigentlich hätte die gesamte Aktion dafür sorgen müssen, dass Pleil ins Gefängnis kommt.

00:32:59: Doch Pleil hat Glück!

00:33:01: Aufgrund seiner guten Freundschaft mit den Russen und weil der Kommandeur schlecht dastehen würde wenn rauskommt das er einem deutschen Zivilisten eine Pistole gegeben hat wird die Sache unter den Teppich gekehrt.

00:33:14: Pleil wird kurzerhand zum Hilfspolizisten ernannt Zwarzig Mann soll er zusammenstellen, die die Trümmer auf den Straßen und Schienen wegschaffen sollen.

00:33:27: Es ist harte Arbeit und dient auch als Strafe.

00:33:31: Die, die diesen Krieg angefangen haben, sollen ihn auch wegräumen – Stein für Stein!

00:33:36: Neunzehn Männer wählt Pley zufällig aus aber mit dem letzten Mann hat Pley noch eine persönliche Rechnung offen….

00:33:44: Dieser letzte Platz ist für den ehemaligen Nazi-Oberstabsarzt Schmidt reserviert, der nun unter Pleyls Kommando Trümmer wegtragen muss.

00:34:13: Pleil macht sie daraufhin vor dem Geschlechtsverkehr mit Alkohol gefügig.

00:34:18: Doch es ist nicht dasselbe, das Gefühl von damals kehrt nicht zurück.

00:34:23: Das kann Rudolf Pleil nicht akzeptieren.

00:34:26: Es muss doch einen Weg geben dieses Gefühl von Damals zu rekreieren Aber wie?

00:34:33: In der nächsten Folge lernen wir jemanden kennen Der pleilsweg maßgeblich mitgestalten wird.

00:34:39: Er will sich bereichern und Pleil soll dabei auf seine Kosten kommen mit tödlichem Ausgang.

00:34:45: Und vielleicht müssen wir dann auch die Geschichte vom Bahnwetterhäuschen in Fienburg neu erzählen?

00:35:46: Ein Schritt, ein Ast der Leise bricht.

00:35:51: Einen Knall halt fern im alten Tale.

00:35:56: Wir halten still doch Wagens nicht Zu Träumen von dem nächsten Maler.

00:36:07: Das Herr Seelen.

00:37:02: Mord vor Ort ist eine private Produktion von Kerstin Hess und Tobias Bindhammer.

00:37:07: Moderation, Recherche & Content, Kerstine Hess und Tobias Binthammer.

00:37:12: Musik, Pixar Bay und erstellt mit Suno!

00:37:16: Vielen Dank an das Ingenieurbüro Hess und an alle Unterstützerinnen und Unterstützer.

00:37:32: Für mehr Einblicke folgt uns bei TikTok oder Instagram unter Mord vor Ort und der Strich Podcast.

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